Fotografieren auf Reisen ist keine Kunst, doch um wirklich atemberaubende Fotos zu bekommen, muss auf einiges geachtet werden. Hier findest du die besten Tipps für fotografieren auf Reisen, somit werden dir garantiert einzigartige Fotos gelingen.

Fotografieren auf Reisen – Tipps für geile Fotos

Fotografieren auf Reisen Tipps: Mal schnell den Auslöser der Kamera drücken kann jeder, doch wenn das Bild nachher langweilig aussieht, brauchst du dich auch nicht zu wundern. Wenn du jedoch etwas acht gibst und die Tipps, die ich dir hier verrate befolgst, so wirst auch du einzigartige Fotos bekommen. Fotografieren auf Reisen gehört einfach dazu, deshalb sollten die Fotos und die Erinnerungen an den Urlaub auch unvergesslich bleiben.

Welche Kamera eignet sich besonders gut fürs fotografieren auf Reisen?

Meiner Meinung nach die beste Kamera für unterwegs…

Nicht die Kamera macht das Bild, sondern der Fotograf, das ist etwas was viele vergessen oder einfach nicht einsehen wollen. Du kannst auch mit einer Kamera von Aldi schöne Fotos machen, wenn du weißt was zu beachten ist. Ich persönlich verwende die Sony a6000 in Verwendung mit dem Sony SEL 10-18mm Wetwinkelobjektiv, eine, wenn nicht die beste Kamera auf Reisen überhaupt. Ich kann die Kamera nur empfehlen und bin mehr als zufrieden damit! Einen ausführlichen Testbericht findest du hier: Sony a6000 Testbericht – Meine Erfahrungen

Auch zu empfehlen ist die Sony RX100 IV, bei dieser Kamera können die Objektive zwar nicht gewechselt werden, doch ansonsten ist die Kamera in jeder Hinsicht Top.

Ultra kompakt, passt in jede Hosentasche

Tipps zum fotografieren auf Reisen:

Im RAW Modus fotografieren 

Nahezu jede Kamera verfügt über einen RAW Modus, was bedeutet, dass das Bild nicht in der Kamera bearbeitet wird wie z.B. ein JPEG. Bei JPEG Aufnahmen ermittelt die Kamera automatisch das Bild und bearbeitet es etwas. Für normale Fotos reicht das aus, wenn du das Bild jedoch im Nachhinein bearbeiten willst, so wirst du schnell auf die Grenzen kommen und extrem viel an Qualität verlieren.

Im RAW Modus hingegen wird absolut nichts am Bild gemacht, hier musst du nachher am PC das Bild manuell etwas bearbeiten um es schön zu bekommen. In einem RAW Bild werden sehr viel mehr Bilddaten erfasst und gespeichert, was dir später ermöglicht, das Bild extrem zu bearbeiten. Hast du aus versehen überbelichtet, so kannst du es mittels einem Bildbearbeitungsprogramm (dazu später mehr) wieder richtig belichten, ohne Qualitätsverlust!

Zubehör was auf keinen Fall fehlen darf

Polfilter

Der Polfilter ist unersetzlich für mich und zu 99% am Objektiv befestigt. Dieser Filter hat es in sich, denn er polarisiert das eintreffende Licht und verhindert unerwünschte Reflexionen. Kurz und knapp: er nimmt die Spiegelungen aus dem Bild. Vor allem wenn du das Meer oder einen See fotografierst, hast du die Spiegelungen der Sonne im Bild, wodurch das Bild einfach nicht schön aussieht. Entnimmst du dem Bild aber diese Spiegelungen, so sieht das Wasser nachher einfach nur Hammer aus!

Insel in Thailand
Strand in Phuket

 

Auch werden die Farben etwas verstärkt, was dir einige Arbeit bei der Nachbearbeitung abnimmt. Ein guter Polfilter kostet zwar etwas, doch wer auf Reisen fotografiert und schöne Fotos haben möchte, der kommt nicht drum herum. Ich persönlich verwende den Hoya HD Polarisationsfilter und bin äußerst zufrieden damit. Preislich befindet sich der Filter mit Rund 60€ im mittleren Bereich. Spare beim Polfilter jedoch nicht! Die Billigteile taugen nichts und sind für den Mülleimer, da bekommst du nur Probleme.

Graufilter

Der ND Filter (auch als Graufilter bekannt) ist einer der Filter, die ich wirklich immer dabei habe. Der ND Filter macht nichts weiter als das Bild abzudunkeln, wodurch du länger belichten kannst. Durch die längere Belichtungszeit kannst du sehr außergewöhnliche Fotos machen, die einfach Hammer ausschauen werden. Vor allem bei einem Wasserfall, oder auch bei Fotos am Meer, gelingen dir sehr beeindruckende Fotos mit diesen Filter.

Langzeitbelichtung von 30 Sekunden
Langzeitbelichtung von 30 Sekunden

Es gibt verschiedene Filter mit unterschiedlichen Dichten wie z.B. ND2, ND4, ND8, ND16, ND32, ND64, ND1000, (können auch mit x4, x8, x1000 etc. gekennzeichnet sein). Die Zahlen bedeuten eigentlich nichts weiter, als die mehrfache Belichtung die du brauchst um das Bild richtig zu belichten.

Beispiel:

Das Bild benötigt ohne ND Filter 1/1000sec Verschlusszeit um es korrekt zu belichten. Verwendest du jetzt aber einen ND2 Filter, so beträgt die Verschlusszeit 1/500sec. Mit einem ND32 Filter, 1/30sec und mit einem ND1000 Filter, 1 Sekunde. Durch das lange belichten, z.B. bei einem Wasserfall, sieht das Wasser einfach spektakulär aus.

Im Gegensatz zu einem Polfilter, kannst du beim Graufilter auch auf ein günstigeres Teil zurückgreifen. Ich verwende den DolDer X-Pro ND1000, der gerade einmal 14€ kostet und auch seinen Zweck sehr gut erfüllt.

Stativ

Nicht jeder möchte ein Stativ mit auf Reisen nehmen, das es viel Platz nimmt und auch relativ schwer ist. Für mich ist ein Stativ leider zwingend notwendig. Ich verwende das Cullmann Nanomax 400T, ein Reisestativ das nur 30cm lang ist und 900 Gramm wiegt. Auch das Transportieren im Handgepäck erfolgt ohne Probleme.

Etwas kleiner und leichter, aber genau so gut, ist das Joby Gorillapod, mit dem du auch nichts falsch machst. Dieses Stativ lässt sich nach belieben biegen und somit überall kinderleicht befestigen.

Apps für Reisefotografie

Auch einige Apps auf dem Smartphone sind für mich beim fotografieren auf Reisen ein Muss, die auf keinen Fall fehlen dürfen. Die beste App für die Reisefotografie ist ganz klar „Photo Pills“, hier kannst du an jedem Ort der Welt nachschauen, wann genau der Sonnenauf- bzw. Untergang stattfindet. Du kannst auch bis auf die Minute genau ermitteln, wann die Blaue Stunde anfängt und aufhört. Die App ist dermaßen umfangreich, dass du dich vorher etwas beschäftigen musst um alle Funktionen nutzen zu können. Anhand des Night AR kannst du auch ganz einfach sehen, wo z.B. die Milchstraße am Himmel zu sehen ist.

Die App ist mit 9,90€ kein Schnäppchen, jedoch sollte jeder der gerne Fotografiert, den Betrag zahlen, es lohnt sich definitiv.

Auch NDExposure ist eine App, die ich immer verwende. Hier kannst du die genaue Belichtungszeit ermitteln, wenn du einen Graufilter verwendest.

Fototipp auf Reisen: Die richtige Zeit ist elementar wichtig

30 Minuten nach Sonnenuntergang bzw. 30 Minuten vor Sonnenaufgang ist die beste Zeit zum Fotografieren, egal ob auf Reisen oder nicht. Wenn der Sonnenaufgang um 6 Uhr Morgens stattfindet, so bedeutet das nicht, dass du zu dieser Zeit fotografieren sollst. Das schönste Licht und die besten Farben, sind 30 Minuten vor- bzw. 30 Minuten nach dem Sonnenauf- Sonnenuntergang.

Knapp 20 Minuten vor Sonnenaufgang und eine Langzeitbelichtung
Knapp 20 Minuten vor Sonnenaufgang und eine Langzeitbelichtung

Fototipp auf Reisen: Achte auf den Vordergrund

Ein Motiv, z.B. das Meer, kann noch so schön sein wenn es in den Türkisen Farben leuchtet, wenn jedoch nichts im Hintergrund ist, dann wirkt das Bild schnell langweilig. Schaue hierfür einfach, dass du etwas mit ins Bild einbinden kannst. Ob das jetzt eine Person ist, ein Stein, oder eine Busch ist egal, das Bild wird somit sofort viel spannender und wirkt nicht langweilig. Siehe Bild oben, mit der Hängematte im Vordergrund schaffst du ein völlig neues und interessantes Bild.

Mit der Palme im Vordergrund ist es ein richtiges Postkartenmotiv
Mit der Palme im Vordergrund ist es ein richtiges Postkartenmotiv

Fototipp auf Reisen: Spiele mit der Blende

Mit der Blende kannst du regeln, wie viel Licht auf den Sensor der Kamera trifft. Ist es dunkel, so nimmt man eine kleine Blende (f1.8), somit trifft viel Licht auf den Sensor. Ist es ausreichend hell, so nimmt man eine höhere Blendenanzahl. Eine Blende von 8 ist in den meisten Fällen ideal, sofern du bei Tag fotografierst, hier ist alles scharf abgebildet und du kannst aus freier Hand fotografieren.

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Du kannst aber auch mit der Blende spielen und eine sehr Hohe Blende verwenden (19 oder mehr), dadurch verlängert sich zwar die Belichtungszeit der Kamera, aber du kannst cooles anstellen. Fotografierst du z.B. die Sonnenstrahlen mit einer so hohen Blende, werden die Sonnenstrahlen extrem lang gezogen und ähneln einem Stern. Solche Fotos beeindrucken einfach auf Anhieb.

Fotografieren bei schlechtem Wetter

Vor allem in der Low Season kommt es oft vor, dass das Wetter nicht immer mit spielt, oder sich dunkle Wolken am Himmel befinden. Das muss aber noch lange nicht heißen, dass du keine schöne Fotos schießen kannst. Merke dir: „Sieht ein Foto scheisse aus, mach einfach ein HDR daraus“. Bei schlechtem Wetter ist ein HDR Foto besonders leicht gemacht und du bekommst ein dramatisches Bild, was auch sehr schön aussehen kann.

HDR Bild am Strand bei schlechtem Wetter
HDR Bild am Strand bei schlechtem Wetter

Um ein HDR Bild zu erstellen benötigst du 3 Fotos mit unterschiedlichen Belichtungen. Viele Kameras, so auch die Sony a6000 bieten von Haus aus eine HDR Funktion, wo 3 Bilder mit unterschiedlichen Belichtungen nacheinander aufgenommen werden. Durch die Funktion und die schnelle Serienbildfunktion der a6000 benötigst du nicht zwingend ein Stativ. Wichtig ist nur, dass die Bilder exakt das gleiche Abbilden, da sie bei der HDR Zusammenführung übereinanderlegt werden. Wenn die Bilder nicht identisch sind, bilden sich bei der Überlagerung doppelte Ränder.

Die Nachbearbeitung

Viele verwechseln Nachbearbeitung mit Photoshop, was zwei unterschiedliche Welten sind. Die Nachbearbeitung gehört einfach dazu und sollte auf keinen Fall ausgelassen werden, denn nur so kannst du das maximale aus deinem Bild holen. Unten siehst du ein Foto ohne und mit Bearbeitung, entscheide selbst welches schöner ist 😉

fotos-nachbearbeiten-1-von-1

Für mich gibt es eigentlich nur ein einziges Bildbearbeitungsprogramm – Adobe Lightroom. Dieses ist weitaus das beste und ist auch sehr einfach zu bedienen. Ich bearbeite alle Fotos mit diesem Programm und mache dabei nicht mal viel. Die Bearbeitung pro Bild habe ich in knapp 2 Minuten durch, außer es bedarf einmal etwas aufwendigere Arbeiten wie z.B. das wegretuschierten der vielen Touristen am Strand ;).

Die Software bekommst du entweder für einmalige 110€, oder im Adobe Creative Cloud Paket für ab 9,90€ pro Monat. Ich habe mich für das Adobe CC Abo entschieden, hier bekommst du Lightroom CC sowie das Nonplusultra Programm Photoshop CC in einem inkl. kostenloser Upgrade auf die kommenden Versionen. Da ich extrem viel fotografiere lohn sich für mich das Abo. Wer nur hin und wieder fotografiert und seine Bilder bearbeitet, der sollte auf die einmaligen 110€ für Lightroom zurückgreifen.

Mit diesen Tipps zum Fotografieren auf Reisen bist du bereit für dein Abenteuer und garantiert wirst du Fotos schießen, die deine Freunde umhauen werden.


Möchtest du mehr über die Fotografie wissen und das Fotografieren lernen, dann schaue doch auch mal auf meinem zweiten Blog weitwinkelwelt.de vorbei, dort findest du nützliche Tipps zum Fotografieren.

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