Thailand ist für viele Deutsche das Urlaubsziel Nummer eins. Mit seinen vielen Inseln, den traumhaften Stränden, unberührten Wäldern und freundlichen Menschen erfreut sich das Land bei Touristen großer Beliebtheit. Entsprechend leben insbesondere in den Urlaubsgebieten viele Menschen vom Tourismus. Dort haben sich vom Elefantenreiten durch einheimische Organisationen und Unternehmen bis hin zu Luxusresorts große Geschäftsbereiche um den Tourismus entwickelt. Wie es um die übrigen Wirtschaftszweige wie Landwirtschaft, neue Technologien und der Industrie steht, haben wir hier beleuchtet. Die Erkenntnisse darüber lassen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit des südostasiatischen Landes zu.

Thailands wirtschaftliche Lage

Von der Mitte Thailands von Bankok über Koh Chang und Trat über die südlicheren Regionen um Krabi, der Halbinsel Phuket im südwesten des Landes bis hin nach Surat Thani ist der Tourismus und teilweise auch Massentourismus stark verbreitet. Selbst Regionen im Norden wie Chiang Mai oder Chiang Rai sind unter Touristen aufgrund der beeindruckenden Natur und der unbekümmerten Lebensweise der Thais sehr beliebt. Zwar gibt es auch noch viele unberührte Fleckchen Natur und auch viele kleinere Inseln, die noch sich selbst überlassen sind, touristisch sind aber weite Teile des Landes bereits voll erschlossen. Dies spiegelt sich auch in den Zahlen wieder. So beträgt der Anteil des Tourismus am Sozialprodukt ganze 17,7 Prozent, mit steigender Tenzenz, so das auswärtige Amt.

Koh Yao Yai – einer der letzten unberührten Orte in Thailand

Der Industrie- und Dienstleistungssektor trägt zu rund 45% am Sozialprodukt bei. Hierzu gehören auch Bau- und Bergbauindustrie. Die Landwirtschaft ist mit rund 10% bereits heute weit hinter den Tourismus zurückgefallen. Dies sah vor 20 Jahren noch völlig anders aus. Allerdings darf man in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass der Anteil an Arbeitskräften in der Landwirtschaft trotz des geringen Anteils am Sozialprodukt bei stolzen 40% liegt. Dies sieht man überall im Land, denn von Fischern, Kokosnuss- und Kautschukplantagen bis hin zum Reisanbau werden große Teile des Landes landwirtschaftlich genutzt.

Staatsverschuldung und Wachstum

Die Staatsverschuldung in Thailand lang 2017 bei 165 Milliarden Euro, was rund 39,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes beträgt. Die Neuverschuldung wird durch massive Investitionen im Jahr 2018 aber deutlich zunehmen. Vergleicht man die Werte mit europäischen Ländern wie Frankreich, Spanien, Zypern oder auch Großbritannien (jeweils um die 100%), ist das ein sehr guter Wert und spiegelt die traditionell positive Leistungsbilanz des Landes wieder. Überwiegend ist diese der starken Exportorientierung geschuldet. Damit ist Thailand die zweitgrößte Volkswirtschaft Südostasiens. Weiteres Wachstum und eine Stärkung der Position des Landes soll laut FAZ durch Investitionen in einer östlich von Bangkok gelegenen Region gesichert werden. Hier sollen in den kommenden Jahren mindestens 43 Milliarden Dollar – überwiegend aus der privaten Wirtschaft – fließen.

In ein neues Zeitalter

Bangkok bei Nacht

Besonders die Wirtschaftskraft der Region um die Hauptstadt Bangkok präsentiert sich zunehmend modern und auch technologisch weit entwickelt. Die zuvor angesprochenen Investitionen sollen bis hin zum Bau ganzer moderner Städte inklusive Universitäten und Kliniken gehen. Als Industriestandort will sich das Land damit noch interessanter machen. Hierzu gehört auch der Ausbau von drei Häfen, von denen einer sogar unter die Top 10 der größten Häfen der Welt anwachsen soll. Dabei geht es laut des Ministerpräsidenten nicht um reine Wachstumszahlen, sondern Ziel sei es, “dem Volk Glück, Wachstum und Wohlstand” zu bringen. Auch große deutsche Unternehmen wie Daimler erkennen und nutzen das Potenzial des südostasiatischen Landes. So will der Autobauer laut Stuttgarter Nachrichten ein Batteriewerk für Elektroautos in Thailands Hauptstadt bauen und zu diesem Zweck bis zu 100 Millionen Euro investieren. Ein Großteil dieser Investitionen soll in das bereits bestehende Werk fließen, wo rund 1.000 Mitarbeiter im vergangenen Jahr 12.000 Mercedes-Benz produziert haben. Doch wie steht es um junge Thais und deren Zukunftsaussichten wirklich?

Schere zwischen Armut und Reichtum

Insbesondere in strukturschwachen Regionen sieht die Welt in Thailand nicht ganz so rosig aus. Schwere Überschwemmungen in vielen Gebieten im Norden und Nordosten des Landes werfen ganze Regionen immer wieder wirtschaftlich weit zurück. So rechnet man damit, dass die umliegenden Staaten wie Malaysia, die Philippinen oder auch Indonesien schon bald ein höheres BIP als Thailand erreichen könnten, denn die Wachstumsraten liegen hier höher. Das schwächere Wachstum von derzeit 3 bis 3,5% (im Vergleich zu 6,19% in Vietnam) ist überwiegend auf die strukturellen Einkommens-Ungleichgewichte sowie das ungünstige politische Klima nach dem Putsch 2014 und dem Tod des langjährigen Königs im Jahr 2016 zurückzuführen. Die zunehmende wirtschaftliche Ungleichheit durch die ungünstige Verteilung der Vorteile führt zu einer Vergrößerung der Kluft. So legten die börsennotierten Unternehmen in Thailand einen Anstieg um 31% hin, während einkommensschwache Personen nur einen minimalen Anstieg verzeichnen können. Dieser Trend kann nur durch nachhaltige und effektive strukturelle Reformen korrigiert werden.

Chancen durch Digitalisierung

Digitale Nomaden Koh Lanta

Der technologische Wandel lässt neue Technologien entstehen und eröffnet neue Chancen auch für Tausende Arbeitnehmer. Insbesondere Projekte wie der neue Hochgeschwindigkeitszug, über den n-tv berichtete, sind vielversprechende Projekte, die das Land in diesem Beispiel mit China als Partner in ein neues Zeitalter bringen sollen. Aber auch im Bereich der Tech-Startups tut sich eine Menge. So gibt es eine ganze Reihe von vielversprechenden und rasant wachsenden FinTech-Startups in Thailand und auch andere junge Unternehmen sprießen aus dem Boden. Die Chancen junger, gebildeter Menschen in Thailand werden entsprechend zunehmend besser und vielversprechender. So lässt sich die Kluft zwischen arm und reich von der kommenden Generation dank des digitalen Wandels so gut durchbrechen wie lange nicht mehr. International agierende Unternehmen aus der Digitalwirtschaft haben ihre Pforten längst für das Land des Lächelns geöffnet und auch die Unterhaltungsindustrie rund um Unterhaltungsportale wie Netflix & Co. oder auch Hersteller von Unterhaltungselektronik und Computerspielen verzeichnen hohe Wachstumsraten in Thailand. Sie tragen mit dazu bei, dass die Aufstiegschancen von Millionär zum Milliardär zunehmend auch hier möglich werden.

Milliardäre in Thailand

Laut einer Statistik des großen Wettanbieters Betway Casino gibt es derzeit weltweit rund 2.100 Milliardäre, mit stark steigender Tendenz. Durchschnittlich 14 Jahre dauert es laut dieser Statistik, bis man sich vom Millionär zum Milliardär gemausert hat. Ein Privileg, das nicht in allen Teilen der Welt überhaupt möglich ist. Doch auch in Thailand spiegelt sich der Trend der zunehmenden Neulinge unter den reichsten der Reichen wieder. Thailand gilt als gehobenes Schwellenland, in dem die zunehmend kaufkräftige Mittelschicht den Konsumstandard deutlich anhebt. Der Einkommenszuwachs der Privathaushalte steigt seit Jahren kontinuierlich an bei gleichzeitig gemäßigter Inflation. Stark trägt auch die neue Wirtschaftsstrategie “Thailand 4.0” zur positiven Entwicklung bei. Sie basiert auf zehn Zukunftsclustern, die von neuen Technologien über höherwertige Fertigung und den Ausbau von Forschung und Entwicklung sowie umweltfreundliche Projekte reichen und den Wachstumspfad sichern sollen. Dies führt dazu, dass auch der Club der Millionäre und Milliardäre in Thailand stetig wächst.

In der Forbes-Liste der 50 reichsten Thais befinden sich 32 Milliardäre. Viele von ihnen sind erst in den letzten Jahren zum Milliardär geworden und es finden sich nicht nur bekannte Namen wie Chalerm Yoovidhya – Hersteller von Energydrinks für RedBull – unter Ihnen, sondern auch eine Reihe unbekannter Neuankömmlinge, die den Aufbau ihres Vermögens den zunehmend guten wirtschaftlichen Bedingungen zu verdanken haben.

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