Reisen verändert, oder etwa doch nicht? Ich habe 10 Reiseblogger die viel in der Welt unterwegs sind gefragt. Herausgekommen ist eine interessante, aber eindeutige Antwort…

Reisen verändert: 10 Reiseblogger verraten warum

Bevor ich das erste Mal auf eine längere Fernreise ging, war ich ein total anderer Mensch. Zu viele (unwichtige) Dinge, wie Technik, Auto etc. waren mir wichtig im Leben und ich hätte niemals gedacht dass ich ohne dieses ganze Zeug auskommen würde. Und siehe da! Heute besitze ich weder ein Auto und auch meine Sachen auf die ich sonst niemals verzichten konnte sind schon lange nicht mehr in meinem Besitz. Stattdessen reise ich das halbe Jahr durch Thailand und Südostasien, lerne neue Freunde, fremde Sprachen und neue Kulturen kennen. Mein gesamtes Hab und Gut passt in meinen 55l Rucksack und ich bin verdammt glücklich! Das einzige was ich jetzt noch brauche ist mein Notebook und meine Kamera um meine Blogs 4everthailand.com und weitwinkelwelt.de zu führen.

Irgendwie konnte ich es selbst nicht ganz glauben wie sehr mich das Reisen verändert hat, deshalb habe ich noch 10 andere Reiseblogger gefragt ob sie das Reisen verändert hat und was sie auf Reisen für ihr Leben gelernt haben. Jetzt gibt´s die Antworten.

Janine von Bereise die Welt:

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Janine reist bereits seit 13 Jahren und war vier Jahre davon als analoger Nomade unterwegs. Auf Bereise die Welt zeigt sie Vollzeitarbeitende, Weltentdecker und angehende analoge Nomaden gleichermaßen, dass alle Formen möglich sind, die Lust am Reisen auszuleben.

Ja, dass Reisen hat mich definitiv verändert und ich bin nicht mehr der Mensch, der ich vorher war. Mit 21 Jahren schmiss ich meinen sicheren Job als Verwaltungsassistentin und war vier Jahre als analoger Nomade unterwegs. Schon meine Zeit in Málaga prägte mich, aber Indien veränderte mich komplett. Auf einmal wusste ich für uns selbstverständliche Dinge wie Toilettenpapier oder eine heiße Dusche sehr zu schätzen, weil ich es da nicht hatte. Das Reisen lehrte mich Demut, Bescheidenheit und Dankbarkeit. Denn nichts im Leben ist selbstverständlich. Das Alleinreisen machte mich mutiger, stärkte mein Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Vieles hielt ich immer für unmöglich, dann tat ich es und wuchs über mich hinaus. Außerdem macht eine Reise oder einen Ausstieg zu planen Dich zu einem Organisationstalent und erfordert manchmal auch Kreativität. Das Reisen binnen eines Landes machte mich geduldiger und flexibler. Fremde Länder zu entdecken erfordert auch Abenteuerlust und Spontanität. Die Begegnung mit anderen Kulturen und Menschen machte mich viel weltoffener, kommunikationsfreudiger, gelassener und toleranter. Und trotzdem musste ich während meiner Reisen feststellen, dass wir alle gar nicht so unterschiedlich sind. Und ein Fazit zum Schluss: Das Reisen bringt Perspektivwechsel, neue Sichtweisen und Denkanstöße, die wiederum Dein Leben verändern könnten. Als ich auf Fuerteventura in einem Clubhotel arbeitete, kam ich zum ersten Mal mit Ayurveda in Berührung. Völlig fasziniert von der ganzheitlichen Medizin entschloss ich mich in Indien eine Ausbildung zur Ayurveda Massage Therapeutin zu absolvieren. Das Reisen verändert Dich!

Raffael von Reise Inspiration

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Ich bin Raffael vom Blog Reiseinspiration.ch. Unser Ziel ist es, nicht ganz alltägliche Destinationen und Eindrücke weiterzugeben. Reisen gibt unglaublich viel! Wenn es mir gelingt nur ein bisschen davon zu vermitteln, bin ich zufrieden.

Reisen verändert! 

Jede Reise erweitert den Horizont und baut Vorurteile ab. Die Hautfarbe, die Nation und die Sprache sind nicht relevant, ob ein Mensch liebevoll und hilfsbereit ist. Immer wieder  durfte ich tolle Begegnungen erleben und führte Gespräche über Gott und die Welt. Erst kürzlich hat mich ein Mann aus Eritrea vom Flughafen San Francisco ins Stadtzentrum gefahren. Seine tragische Flucht über Lampedusa führte ihn in die digitale Fabelwelt nahe dem Silicon Valley. Nirgends zuhause aber trotzdem glücklich! Andächtig entstieg ich dem Taxi und habe noch Stunden über dieses Gespräch sinniert.

Du findest Reiseinspiration auch auf Instagram, wo du viele tolle Bilder findest, die das Fernweh in dir auslösen werden.

Anja von Travelontoast

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Ein Jahr Weltreise war nicht genug, es zieht mich immer wieder in die Ferne – der Sonne entgegen. Meine Themen auf travelontoast.de sind: Fernreisen, Strandurlaub, Städtereisen, leckeres Essen, Wassersport, Yoga und Wellness sowie schöne Hotels.

Ich bin 2007/2008 für ein Jahr auf Weltreise gegangen – das hat mich sehr verändert. Ich hatte vorher Angst vor dem Alleinreisen und dass mir etwas geschehen könnte. Aber ich habe gelernt, auf mich und andere zu vertrauen.

Es gab Situationen, in denen mir andere spontan geholfen haben. Etwa als mir in Patagonien bei einer Wanderung die Puste ausging und mich ein Gaucho (Cowboy) ein Stück Weg auf seinem Pferd mitnahm.

Ingesamt habe ich inzwischen 48 Länder bereist. Ich merke, dass ich offener bin für andere Kulturen und Menschen. Ich kann jetzt besser Englisch und ein wenig Spanisch. Und ich bin risikobereiter und flexibler als vor den Reisen. Gibt mir ein Flugticket und ich fliege sofort los!

Dafür hänge ich nicht mehr so sehr an Dingen (außer an meiner Sammlung von Sonnenhüten und Sixtieskleidern). Eine Eigentumswohnung oder ein Auto? Brauche ich nicht. Durch das Reisen gewinne ich unvergessliche Momente.

Was hast du auf Reisen “für dein Leben” gelernt?

Hier in Köln sagen wir: „Et hät noch immer jot jejange!” Sprich: Alles wird gut. Das kann ich bestätigen, auch wenn ich etwa in Bolivien eine Begegnung mit einem Taschendieb hatte oder mich meine Reisetruppe nachts allein im Wald in Mexiko vergessen hat. Ich kann darauf vertrauen, dass ich mir selbst weiterhelfe – oder Menschen finde, die es tun.

Übrigens habe ich mich nach der Weltreise selbstständig gemacht. Inzwischen arbeite ich seit fünf Jahren als Beraterin für Social Media, Blogs und Blogger Relations. Das ich hätte ich mich vor der Weltreise vermutlich nicht getraut.

Marvin von Flashpacking4life

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Ich bin Marvin und auf Flashpacking4life.de schreibe ich eigentlich über alles was du für deine nächste Südostasienreise wissen musst. Obwohl Thailand mein aktuelles Lieblingsziel ist, so widme ich mich nach und nach auch immer mehr den Philippinen, Kambodscha und vielen anderen Ländern in Asien. Auf Flashpacking4life.de stehen immer die Informationen für Leser an erster Stelle. Denn nur so kannst du deinen Urlaub optimal planen und genießen.

Hat dich das Reisen verändert?

Ja auf jeden Fall! Während ich früher meist auf komplexe Dinge fokussiert war und hohe Ziele hatte, so sind es doch die einfachen Dinge, die ein angenehmes Leben ausmachen können. Es hat mich immer wieder fasziniert, wie einfach viele Menschen in Südostasien Leben und dabei oft ein vielfaches zufriedener sind als wir in Europa…

Was hast du auf Reisen “für dein Leben” gelernt?

Ich habe definitiv gelernt viele Dinge einfach gelassener und lockerer zu sehen. Wenn Beispielsweise Termine nicht eingehalten werden, so machte mich das in Deutschland nicht selten wütend. Heute kann ich das mit einem Lachen wegstecken und komme einfach morgen wieder.

Johannes von Reisedepeschen 

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Johannes ist Herausgeber von Reisedepeschen und (multimedial sowie auch auf englischThe Travel Episodes – zwei Projekte, in denen sich alles um persönliche Reisegeschichten und Erlebnisse dreht.

Ich mach was mir gefällt: Das ist sie, die Essenz meiner Reisen.

1. Ich will nur noch meine Zeit verschwenden, wenn ich Lust drauf hab. Und dann richtig.

2. Wer entscheiden will, über sich und seine Zeit, muss Verantwortung übernehmen. Ich will selbst bestimmen, wann ich arbeite und wann ich andere Dinge tue.

3. Was Spaß macht, wird besser: Ich mag es zu arbeiten, auch viel, wenn ich meine Vorstellungen umsetzen kann.

4. Zeit ist mein Luxusgut, und mir viel wert. Mehr als ein Auto, oder anderer Krams. Sogar mehr als Reisen.

5. Irgendwie läuft’s schon. Und meistens gut.

Anne von Going Vagabond

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Anne ist mit 22 Jahren nach Peru gereist und statt 6 Monaten einfach 2 Jahre dort geblieben. Ihr Leben und ihre Reisen durch Südamerika haben sie verändert. Auf ihrem Blog Going Vagabond möchte sie andere Menschen mit eigenen Geschichten inspirieren und gibt Tipps zur Reiseplanung.

Hat dich das Reisen verändert? Wenn ja, in wiefern?

Mich hat das Reisen auf jeden Fall deutlich mutiger, selbstbewusster und weltoffener gemacht. Ungewisse Situationen machen mir weniger Angst als vorher. Ich habe gelernt, dass  es eigentlich aus jeder Sache einen Ausweg gibt und alles eine Lösung hat. Selbst in Peru mit gesperrter Bankkarte zu stehen, wegen eines Vulkansausbruchs in Island nicht zurückfliegen zu können oder wegen Überbuchung einen Umweg von Brasilien über Chile zu fliegen und das alles auf portugiesisch zu regeln, obwohl ich davon kein Wort spreche. Reisen hat mich lockerer gemacht und mir gezeigt, dass es irgendwie immer weiter geht. Darum finde ich auch, dass man unbedingt Reisen sollte, wenn man jung ist. 

Was hast du auf Reisen “für dein Leben” gelernt?

Ich habe gelernt, dass meine Probleme im Gegensatz zu denen anderer Menschen wirklich nicht der Rede wert sind. Wenn man erstmal sieht, mit wie wenig die Menschen in anderen Ländern auskommen, und mit was für Problemen wir uns in Deutschland verrückt machen, da fällt irgendwann der Groschen und man fängt an sich selbst in einem anderen Verhältnis zur Welt zu sehen. Ich glaube, ich habe früher egoistischer gedacht und andere Menschen schneller in Schubladen gesteckt oder vorverurteilt. Auf meinen Reisen habe ich aber viele andere Kulturen und Lebenskonzepte kennengelernt, und gesehen, dass es eben mehr als nur eine Wahrheit gibt.

Stephan und Tanja von Auszeitnomaden

auszeitnomaden

Wir sind Stephan und Tanja von den Auszeitnomaden. Seit etwas mehr als sechs Jahren verbringen wir unsere regelmäßigen Auszeiten als Flashpacker und Blogger im asiatischen Raum oder tingeln monatlich für ein Wochenende durch Deutschland oder Europa!

Wir wurden nun gefragt, wie uns das Reisen verändert hat.

Früher haben wir Pauschalurlaube gebucht, so wie viele andere auch. Wir waren meist zufrieden, nur waren die Urlaube oft viel zu kurz. Als ein sehr nahestehender Freund von uns verstarb, haben wir über das Leben nachgedacht, über Dinge die man noch sehen und erleben wollte.

  • Zentraler Punkt wurde für uns dadurch die Freizeit und das entdecken der Welt!
  • Die aller ersten sieben Wochen “Auszeit” führte uns dann damals nach Thailand.
  • Nach dieser Reise, war nichts mehr wie es einmal war!

Wir wollten keine Pauschalurlaube mehr, wir wollten nicht mehr bestimmte Essenszeiten einhalten oder die regelmäßige Animationen mitmachen. Keine Hotelshows anschauen oder Schilder schwenkende Reiseführer hinterher jagen! Wir wollten den Moment schlichtweg nicht mit anderen 1000fach knipsenden Touristen teilen, sondern diesen für uns allein haben. Wir wollten den Moment genießen, ganz egal wie lange! Wir wollten schlichtweg frei sein!

Frei entscheiden zu können, wo wir essen, wann wir essen, wohin wir gingen, wo wir schlafen.

Alles mit viel Ruhe angehen zu lassen und den einen Moment tief in uns einzusaugen! Das alles hat uns irgendwie angetrieben, frei zu reisen, die Umgebung anders zu betrachten, die Momente anders zu erleben und vielleicht ein wenig anders als der Pauschalurlauber zu sein.

Haben wir durch das Reisen etwas für unser Leben gelernt? Definitiv!

Wir sind beide schon immer entspannt, was so manche Situationen im Leben betrifft. Durch das Reisen haben wir gelernt, dass es noch entspannter geht. Wir regen uns nicht über Kleinigkeiten auf, wir meckern nicht über so manches Verhalten Anderer ,wir streiten uns nicht und lassen den Stress einfach Stress sein.

Wir haben gelernt die Welt anders zu betrachten und bewusster wahr zu nehmen.

Den Menschen vor Ort Respekt zu zollen, ganz gleich wie sie auch sein mögen. Wir haben einen Satz der uns nicht aus dem Kopf geht :” Lächel in die Welt und die Welt lächelt zurück”!

All diese Erfahrungen, ob positiv oder negativ, haben uns eines auf jeden Fall beschert:

Wunderschöne Reisen die wir ganz bewusst genießen!!

Melissa von Indojunkie

melissa

Melissa ist auch viel in der Welt unterwegs. Vor allem das Land Indonesien hat es ihr sehr angetan. Auf indokunkie.com findest du alles was du über das Land wissen musst, sowie wertvolle Reiseberichte und Insider-Informationen.

Reisen hat mich zu einem komplett neuen Menschen gemacht. Ich reise nun seit fast 4 Jahren durch die Welt und lerne immer noch täglich hinzu. Die Welt ist eine ewige Schule und in jedem Land gibt es andere Fächer – von Toleranz, über Selbstständigkeit bis hin zu den Sprachen und den Kulturhintergründen. Wenn du einen Stundenplan beim Reisen entwickeln würdest, dann ständen dort wohl Fächer, wie

•Auf Menschen zu gehen
•Sich mit Händen und Füßen verständigen
•An deine Grenzen gehen
•Transportmittel verstehen und auswählen
•Reiserouten erstellen
•Unterkünfte finden
•Essen austesten und analysieren
•Visaproblematiken
•Religionen verstehen
•Tauchen lernen und die Unterwasserwelt verstehen
•Surfen lernen und die Wellen lesen
•Traveljobbing
•Sprachen lernen
•u.s.w

Ich habe einfach unglaublich viel lernen dürfen und dafür bin ich sehr dankbar. Ich stehe mittlerweile gerne ganz früh morgens auf um ganz viel vom Tag zu haben. Ich freue mich auf jeden Tag, der kommt. Ich werde immer mutiger, probiere alles aus und gehe immer wieder an meine Grenzen. Du nutzt Chancen viel eher, denn du weißt, du bist nur wenige Tage oder Wochen an jenem Ort, wo du beispielsweise unbedingt surfen lernen solltest, oder einen Tauchschein machen müsstest oder oder oder. Du machst Dinge einfach, wohingegen man Zuhause alles gerne aufgeschoben hat. Aber dieses Verhalten nimmst du mit nach Hause und wirst auch in der gewohnten Umgebung viel experimentierfreudiger und offener für die Chancen, die sich hinter jeder Ecke verbergen.

Auf Reisen lernst du zudem mit dir selber klar zu kommen, denn du bist oft ganz alleine mit dir und der Welt. Zu Beginn kann dies beängstigend sein, aber nach einer Weile genießt man diese Zeit einfach unglaublich. Es ist immer wieder ein “Date mit dir selber”. Jene Momente versuche ich auch immer häufiger wieder zurück in der Heimat zu erzeugen. Und wenn man sich nur kurz mit einem Kaffee an den Rhein setzt, den Blick übers Wasser schleifen lässt, den Lieblingssong in die Ohren haut und die Welt umarmt. Du lernst auf Reisen einfach das Leben zu zelebrieren. Und das sollte man auch viel häufiger daheim machen.

Einfach nur den Moment leben? Das macht man heutzutage viel zu selten. Auf Reisen lebst du viel mehr im Hier und Jetzt. Du denkst nicht an morgen und gestern ist schon ewig her. Das ewige Planen ist einfach Teil unserer deutschen Gesellschaft und auch gut so. Aber ab und an solltest du einfach mal deine Gedanken fliegen lassen und einen Moment bewusst und intensiv wahrnehmen. Daran arbeite ich noch, aber das Reisen lehrt es mich immer wieder von Neuem.

Ich lernte auf Reisen mein eigener Kapitän zu sein, losgelassen von jeglichen Strukturen. Auf Reisen kannst du dein Leben selber steuern. Du entscheidest wo es morgen hingeht, wie lange du bleibst und mit wem du Zeit verbringst. Diese absolute Freiheit ist großartig. Und ich habe gelernt, dass ich überall mein eigener Kapitän sein kann.

Auf Reisen wirst du mit einem Highlight nach dem anderen getoppt. Du denkst oftmals “Wow, geht das noch schöner?”. Ja, geht es! Das Leben hat einfach so viel zu bieten und wir haben die Wahl, ob wir die Schönheit sehen wollen oder nicht. Einen perfekten Sonnenuntergang über der Küste Balis anschauen? Oder warum nicht direkt im Sunset eine Runde Surfen? Durch das Reisen bin ich ein wahnsinnig lebensgieriger Mensch geworden. Jene “High Life Momente” sind ein großer Bestandteil meines Lebens geworden, die ich dankbar und bewusst genieße. Ich lebe das Leben einfach viel viel intensiver. Ich nehme es viel sensibler war und ich bin unglaublich dankbar geworden.

Und eine Sache, die ich noch gelernt habe: Geht nicht, gibt’s nicht. Auf Reisen kommst du einfach so oft an einen Punkt, wo du passen musst oder aufgeben möchtest. Und dann schaffst du es doch. Du merkst beim Reisen, dass viele Momente – losgelöst von den alten Strukturen – gar nicht so unmöglich sind, wie sie aus der Ferne aussehen. Und das ist wohl eines der wundervollsten Sachen, die man auf Reisen lernt. Du wirst mutiger, selbstständiger, experimentierfreudiger und kreativer. Und genau diese Eigenschaften kannst du mit nach Hause nehmen. Du wirst sehen, dass das Leben viel einfacher ist, als es von außen scheint.

Tanja von Reiseaufnahme

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Tanja von reiseaufnahmen.de ist reisesüchtig. Auch wenn sie Vollzeit arbeitet, versucht sie möglichst viel von der Welt zu sehen. Auf ihrem Blog gibt es Tipps wie das Reisen trotz Vollzeitstelle am besten gelingt sowie Tipps für das Zuhause, das versorgt sein will und unterwegs. Ihre Reiseberichte entstehen nach dem Motto, das Reisen ist die schönste Momentaufnahme, um glücklich zu sein. Folge ihr auch bei Facebook & Instagram.

Reisen ist glaube ich die schönste Art, nicht nur andere Dinge zu sehen und andere Kulturen und Menschen sowie auch sich selbst kennen zu lernen. Du wirst immer wieder in neue Situationen gebracht, die es zu meistern, zu genießen oder zu erleben gilt.

Ohne Reisen, wüsste ich zum Beispiel nicht, dass ich zwar Gruppenkompatibel reisen kann, aber spätestens nach einer Woche die Ruhe suche. Ich wüsste nicht, wie sehr ich es genieße, einen Alltag zu haben, aber nur, wenn ich daraus auch ausbrechen kann. Ich wüsste nicht, wie wichtig Familie ist, wenn ich nicht voller Bewunderung vietnamesische Großfamilien erlebt hätte. Ich wüsste nicht, dass mein Leben voller Leichtigkeit und Zuversicht ist, wenn mir nicht irgendwann bewusst geworden wäre, wie sorgenfrei ich meine Reisen, auch bei eher unglücklichen Situationen erlebe.

Mittlerweile weiß ich, dass jeder Reisetag ein Geschenk ist, das dir gemacht wird, um dich ein bisschen mehr zu dir selbst zu führen. Vielleicht weil du auf Reisen weniger versuchst, dein Umfeld zu ändern, sondern du in dieser Phase auch mehr bereit bist, dich selbst zu ändern. Und selbst wenn du einen zurückgezogenen Reisetag alleine lebst, dann bietet er vielleicht zumindest die Chance, dich mal intensiv mit dir und deinen Gedanken auseinander zu setzen, um dich ein bisschen mehr kennen zu lernen und zu dir zu finden.

Die größte Erkenntnis für mich ist, dass ich ein heimatverbundener Mensch bin. Egal wie sehr ich jede Reise liebe, spätestens nach einem Monat wird die Sehnsucht nach der Heimat alle Reisesucht besiegen. Diese Erkenntnis kam mir erst spät, doch seit ich sie habe, ruhe ich mehr in mir selbst. Das Fernweh kommt dennoch immer wieder, aber was wären wir ohne?

Florian von Flocblog

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Flocblog ist ein Reiseblog für Individualreisende mit Tipps zum Backpacken und zu günstigen Reisezielen wie Thailand.

Hat dich das Reisen verändert? Wenn ja, inwiefern?

Eine Reise durch fremde Länder verändert Dich für immer. Du lernst andere Mentalitäten kennen, mit viel Abstand zu dem Lebensentwurf, den Du für gottgegeben gehalten hast. Nach meiner ersten 2-monatigen Rucksackreise durch Thailand 2010 wollte ich nicht mehr zurück in mein altes Leben.

Was hast du auf Reisen “für dein Leben” gelernt?

Wenn Du einmal siehst, wie die meisten Menschen leben, hast Du für Erstweltprobleme kein Verständnis mehr. Auch fällt es Dir schwer noch zu glauben, dass Konsum glücklich macht. Die glücklichen Menschen sind oft die aus einfachen Verhältnissen.

21 weitere Erkenntnisse aus 4 Jahren Langzeitreise

 

Reisen verändert definitiv! 

Das wahr eine sehr eindeutige Antwort! Du siehst also selbst, das Reisen wird dich verändern, ob du es willst oder nicht 😉

Hat auch dich das Reisen verändert? Wenn ja, dann teile es uns doch in den Kommentaren mit.

 

1 Kommentar

  1. ja, viel passiert mit einem, wenn man unterwegs ist. Und wenn Du lange genug dabei bist, ändern sich auch Einstellungen, Ein- und Ansichten. Das funktioniert sogar bei Menschen, die schon Jahrzehnte an Lebenserfahrung auf dem Buckel haben. Und das ist das Beste, was passieren kann.
    Wir haben versucht, das für uns zu dokumentieren, und sind selbst
    gespannt, , wie es weiter geht.

    Gruss von http://wegsite.net/veraenderungen/

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